Eugen Megerle von Mühlfeld

Intro Austrian jurist and politician
A.K.A. Eugen Alexander Megerle von Mühlfeld
Was Politician
From Austria
Type Politics
Gender male
Birth 3 May 1810, Vienna, Austria
Death 24 May 1868, Hietzing, Austria (aged 58 years)
Star sign Taurus
Politics Constitutional Party

Eugen Alexander Megerle von Mühlfeld (* 3. Mai 1810 in Wien; † 24. Mai 1868 in Hietzing) war ein österreichischer liberaler Jurist und Politiker.

Leben

Eugen Megerle war ein Sohn der Victoria Kraus und Napoleon Bonapartes. Mühlfeld studierte an der Universität Wien und erwarb zwei Doktorate (jenes der Philosophie und jenes der Jurisprudenz). Er wurde zu einem der erfolgreichsten und angesehensten Rechtsanwälte Wiens, war für den 1. Wahlkreis Österreich unter der Enns in Wien-Innere Stadt Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung (Fraktion Café Milani / Pariser Hof) und später Mitglied des niederösterreichischen Landtages und des österreichischen Reichsrates sowie Präsident der Wiener Advokatenkammer etc. Mühlfeld setzte sich für die Abschaffung der Todesstrafe und für die Schwurgerichtsbarkeit ein. Auf seine Initiative gehen die Maigesetze (1868) zurück; sie schwächten Bestimmungen des Konkordats vom 18. August 1855 ab. Ungeachtet seiner hohen gesellschaftlichen Stellung war er häufig in Geldverlegenheit, da er neben seiner offiziellen Familie auch eine seiner Geliebten, Johanna von der Goog, ernähren musste.

Ehrungen

Seit 1872 erinnert die Mühlfeldgasse im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt an Eugen Megerle von Mühlfeld und den Naturforscher Karl Megerle von Mühlfeld (1765–1840). Er ist bestattet in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32A, Nummer 2).

Literatur

Constantin von Wurzbach: Megerle Edler von Mühlfeld, Eugen. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 17. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1867, S. 252–255 (Digitalisat). Constantin von Wurzbach: Megerle Edler von Mühlfeld, Eugen (Nachtrag). In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 19. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1868, S. 315 f. (Digitalisat). Felix Czeike (Hrsg.): Historisches Lexikon Wien. Band 4: Le–Ro. Kremayr & Scheriau, Wien 1995, ISBN 3-218-00546-9, S. 228 f. Franz Wallner: Ein „Rechtsfreund“ und ein Freund des Rechts. In: Die Gartenlaube. Heft 43, 1867, S. 676–679 (Volltext [Wikisource]). 

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