Uve Schmidt

Intro German writer
A.K.A. اوفه شميدت
Is Writer
From Germany
Type Literature
Gender male
Birth 1939, Lutherstadt Wittenberg, Germany

Uve Schmidt (* 14. November 1939 in Lutherstadt Wittenberg) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben

Uve Schmidt wurde als einziges Kind des Kaufmanns Hans Schmidt und dessen Ehefrau, der Putzmachermeisterin Anneliese (geb. Kettlitz), geboren. Als 15-jähriger Oberschüler floh er aus der DDR nach Westberlin, besuchte dort das Gymnasium und begann ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste. Vom Winter 1959 bis 1963 war er als Hospitant bei Vauo Stomps in Stierstadt am Taunus tätig. 1963 heiratete er in München die Bühnentänzerin Sabine Ebner, der er 1964 in ihr erstes Engagement an das Landestheater Linz (Österreich) folgte. Im selben Jahr lehnte Schmidt das ihm angetragene Villa Massimo-Stipendium ab, da seinerzeit Ehepartner als Begleitpersonen vor Ort unerwünscht waren; als Kompensation erhielt er ein Reisestipendium des Auswärtigen Amtes. 1967 kehrten die Schmidts nach Deutschland zurück, in der Folge wurden eine Tochter und ein Sohn geboren. Seither wohnt und arbeitet Uve Schmidt hauptsächlich als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main.

Wirken

Schmidt ist ein äußerst vielseitiger Schriftsteller, neben seinen lyrischen und epischen Publikationen, Hörspielen, Drehbüchern und Nachdichtungen arbeitete er für die Werbung, den Kunstbetrieb und die Presse. Uve Schmidts Lyrik und Prosa zeichnen sich aus durch ein weitgefächertes soziales Wahrnehmungsvermögen sowie einen oft schonungslosen Blick auf Details als Bausteine des großen Ganzen, ob Erdteil oder Eckkneipe. Dabei entwickelte sich Schmidts poetische Position vom echten Erstaunen und reiner Empörung (das Frühwerk) über das Engagement (der politische Autor) zur ungeschönten Erkenntnis, was ihm den Vorwurf des Zynismus eintrug. Uve Schmidt gefällt sich wahrscheinlich am ehesten als „Meister der humanen Zynik“, wie einst ein Rezensent schrieb, „die beste Medizin gegen Erdschmerz und Weltekel.“ Unter verschiedenen Pseudonymen verfasste und edierte er diverse Erotika; 1982 gründete er mit Claudia Gehrke Mein heimliches Auge/Das Jahrbuch der Erotik im konkursbuch Verlag Tübingen. Seit 2004 schreibt Schmidt bei Glanz & Elend seine Online-Kolumne Volk ohne Traum, seit 2013 Uve Schmidt’s Kalenderblatt.

Werkauswahl

Mit Rattenflöten (Gedichte), Eremitenpresse, Stierstadt am Taunus, 1960 Die Eier (Kurzroman), Eremitenpresse, Stierstadt am Taunus, 1961 Spielgebein (Prosa), Gulliver-Press, Bad Homburg, 1961 Pupenpalmarum (Gedichte), Uhlenpresse, Essen, 1962 Schöne Gegend mit Figuren (Lyrik und Prosa), Luchterhand, Neuwied und Berlin, 1965 Frankfurter Buchmessbuch (Brettl-Lyrik), Folio-Verlag, Oberursel, 1978 Ende einer Ehe (Tagebuchroman), MÄRZ, by Zweitausendeins/rororo, Jossa/Frankfurt/M, 1978 und Rowohlt, 1985 Kinder einer Ehe (Tagebuchroman), dito s. o., Jossa/Frankfurt/M, 1979 und Rowohlt, 1985 Die Russen kommen (Roman), Haffmans-Verlag, Zürich, 1982 Holunderbluten (Deutsche Nachkriegssagen), Eichborn, Frankfurt/M, 1984 Ei häwwe dream (Lyrische Prosa), Eremitenpresse, Düsseldorf, 1984 Abendmahl der Aphroditen (Prosa), Edition Roborg, Hanau, 1986 Deutsche Mädels (Gedichte und Geschichten), Maroverlag, Augsburg, 1987 Liebe und Tod (Erzählgedichte), Koren & Debes, Frankfurt/M, 1991 Maskerade (Gedichte), Patio, Neu-Isenburg, 1993 Freudsland (Psychopoema), Merlin Verlag, Gifkendorf und Hamburg, 1994 Sex ist dof (Reden und Aufsätze), Claudia Gehrke Verlag, Tübingen, 1996 Hitler im Himmel (Gedichte & Episteln), Druckhaus Galrev, Berlin, 1998 Kehraus Karhundert / Der Kode des Kain (Traktat), Merlin Verlag, Giffkendorf/Hamburg, 1999 Abendlanddämmerung (Gedichte), Druckhaus Galrev, Berlin, 2001 Unterm Halbmond (Erzählung), Edition Mariannenpresse, Berlin, 2003 Kunst aus Stellung (Essay), Zwischenruf, Mainz, 2005 Credo (Gedichte), Corvinus Presse, Berlin, 2006 Welt unter (Gedichte), mit Grafiken von Bernhard Jäger, Corvinus Presse, Berlin 2012

Literatur

Walther Killy (Hrsg.): Literaturlexikon. Autoren und Werke deutscher Sprache. Gütersloh, München: Bertelsmann-Lexikon-Verlag, Bd. 10, 1991, ISBN 3-570-04680-X

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